Dichter

Adolf Böttger

Adolf Böttger hat sich vor allem durch seine Tätigkeit als und Lyriker einen Namen gemacht.
Adolf Böttger (* 21. Mai 1815 in Leipzig; † 16. November 1870 in Gohlis, heute zu Leipzig) war ein deutscher Lyriker, Dramatiker und Übersetzer. Er gilt als ein “vergessener Poet der ”. Böttger übersetzte die Werke von ins Deutsche.

Sein Vater, als englischer Lexikograph nicht unbekannt, war Steuereinnehmer. Adolf Böttger erhielt seine Bildung auf der Thomasschule seiner Vaterstadt. Er besuchte auch die dortige Universität, ohne sich jedoch einer bestimmten Disziplin zu widmen. Vor allem die neueren Sprachen, und unter ihnen insbesondere die englische, interessierten ihn und ließen ihn zum gefeierten Übersetzer werden.
Adolf Böttger verließ seine Vaterstadt fast nie, wie überhaupt sein Leben ohne besondere äußere Schicksale, aber auch ohne jede glänzende Anerkennung verlief. Fast vereinsamt starb er in Gohlis bei Leipzig, wohin er sich in seinem letzten Lebensjahr zurückgezogen hatte.

Seine Übersetzung der Werke Lord Byrons, welche zuerst 1840 erschtien und mehrfach aufgelegt wurde, hat dem deutschen Publikum die Tiefe dieses großen englischen Dichters erschlossen. Ebenso sind Übersetzungen Popes (1842), Goldsmiths (1843), Miltons (1846), Ossians (1847), Longfellows „Hiawatha” (1856) sowie einzelner Dramen Shakespeares in ihrer fließenden, feingebildeten Sprache und Form Zeugnisse dafür, dass der Übersetzer zugleich ein war. Aus dem Französischen übersetzte Böttger zudem Racines „Phädra” (1853) und Ponfards „Odysseus”.
Als selbstständiger Dichter trat Adolf Böttger zuerst 1846 in den „Gedichten” auf. Für eine eigene Gattung der – von Gottschall als bezeichnet – gab Böttger durch seine beiden größeren Dichtungen „” (1849) und „Die Pilgerfahrt der Blumengeister” (1851) den ersten Anstoß. Mit besonderer Vorliebe wandte sich Böttger in den episch-lyrischen Dichtungen „Pausanias” (1852), „Habana” (1853), „Der Fall von Babylon” (1855) und „Die Tochter des Kain” (1865) der poetischen Erzählung zu.