Dichter

Adolf Stern

Adolf war ein deutscher Literaturhistoriker, Verfasser von Sachbüchern, Gedichten und Romanen. Auch wenn heute weitestgehend in Vergessenheit geraten ist, kann er als typischer Künstler des 19. Jahrhunderts in angesehen werden.

Am 14. Juni 1835 in Leipzig geboren, besuchte Stern, der eigentlich Adolf Ernst hieß, die Thomasschule zu Leipzig, musste seine schulische Ausbildung aber infolge der schlechten finanziellen Verhältnisse seiner Familie vorzeitig abbrechen. 1852 gelang es ihm, an den Universitäten Leipzig und Jena Geschichte, Vergleichende Sprachwissenschaft, und Kunstgeschichte zu studieren. Daneben führte Adolf Stern das Leben eines Literaten sowie Künstlers und konnte Verbindungen zu Peter Cornelius, Felix Dräseke und Otto Ludwig knüpfen. Mit Friedrich Hebbel stand er zudem in brieflichem Kontakt.

1860 wurde Adolf Stern Lehrer für Literatur und Geschichte am Krauseschen Institut in Dresden und setzte nebenbei seine Studien an der Universität Jena fort. 1863 heiratete er Malvine Krause, eine Landschaftsmalerin, die er als „Jone“ in seinen Gedichten verewigte. Nach einem Zwischenaufenthalt in Schandau wurde er 1868 außerordentlicher und 1869 ordentlicher Professor für Literaturgeschichte am Königlich-Sächsischen Polytechnikum in Dresden, an dem auch Hermann Hettner als Professor für Kunstgeschichte wirkte und dessen Biograph Stern nach dessen Tod wurde.

Nach dem frühen Tod seiner Frau Malvine 1877 heiratete Adolf Stern 1881 die renommierte Pianistin und Klavierlehrerin Margarete Herr (1855-1899), eine Schülerin von Franz Liszt und Clara Schumann, der er nach ihrem Tod ebenfalls eine widmete. Stern starb am 15. April 1907 in Dresden.