Aloys Isidor Jeitteles Auf dem Hügel sitz ich spähend

  Auf dem Hügel sitz ich spähend
  In das blaue Nebelland,
  Nach den fernen Triften sehend,
  Wo ich dich, Geliebte, fand.

5 Weit bin ich von dir geschieden,
  Trennend liegen Berg und Tal
  Zwischen uns und unserm Frieden,
  Unserm Glück und unsrer Qual.

  Ach, den Blick kannst du nicht sehen,
10 Der zu dir so glühend eilt,
  Und die Seufzer, sie verwehen
  In dem Raume, der uns teilt.

  Will denn nichts mehr zu dir dringen,
  Nichts der Liebe Bote sein?
15 Singen will ich, Lieder singen,
  Die dir klagen meine Pein!

  Denn vor Liebesklang entweichet
  Jeder Raum und jede Zeit,
  Und ein liebend Herz erreichet
20 Was ein liebend Herz geweiht!

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