Annette von Droste-Hülshoff Gesegnet (1841)
Wer bist du doch, o Mädchen,
Du mit dem schwarzen Schleier,
Und mit dem schwarzen Sklaven,
Der weißen Sklavin du?
5 Wie Sterne deine Augen
Durch deines Schleiers Nächte,
Dein Gang wie der Gazelle,
Wie Palme die Gestalt.
Gesegnet sind die Wellen
10 Des Bades, die dich kühlen,
Gesegnet die Gewänder,
Umschließend deine Huld.
Und siebenfach gesegnet
Der Sklave, dem du winkest,
15 Der deinen Tritten lauschet,
Der deine Stimme hört.
Und tausendfach gesegnet
Die Sklavin, der du lächelst,
An ihre Schulter lehnend
20 Dein unverschleiert Haupt.
Bibliographische Daten
Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)
Gesegnet
Wer bist du doch, o Mädchen, …
1841
Spätromantik
Alle Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff auf Lyrik123.de.>
Neuen Kommentar hinzufügen
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

PDF

