August Corrodi Irrlicht. Romanze

  Es rauscht und braust der dunkle Wald,
  die Nacht ist so schwarz, die Nacht ist so kalt,
  da reiten zwei Liebste über die Haide,
  die sind verirret, alle Beide!

5 Mein Lieb, dort schimmert ein Licht von fern.
  Mein Lieb, es ist der Abendstern.
  Sie reiten fort auf wilden Wegen,
  dem schimmernden, flimmernden Licht entgegen.

  Und siehst du's leuchten durch den Wald?
10 Nun sind wir in der Heimath bald!"
  Und wären in der Heimath dein,
  es möcht' uns Beiden besser sein!"

  Das Lichtlein flimmert, der Nebel braut,
  tief in der Seel' es beiden graut.

15 Da lichtet und öffnet sich der Wald!
  Sie treiben die Rosse mit wilder Gewalt.

  Und siehst du schimmern den Stern so nah?
  Mein Leib, wir sind in der Heimath ja!

  Sie reiten heran in raschem Trab,
20 das tiefe Moor zog beide hinab!

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