August Heinrich Hoffmann von Fallersleben Nachtigallen schwingen (1843)

  Nachtigallen schwingen
  Lustig ihr Gefieder,
  Nachtigallen singen
  Ihre alten Lieder.
5 Und die Blumen alle,
  Sie erwachen wieder
  Bei dem Klang und Schalle
  Aller dieser Lieder.

  Und meine Sehnsucht wird zur Nachtigall
10 Und fliegt in die blühende Welt hinein,
  Und fragt bei den Blumen überall,
  Wo mag doch mein, mein Blümchen sein?

  Und die Nachtigallen
  Schwingen ihren Reigen
15 Unter Laubeshallen
  Zwischen Blütenzweigen,
  Von den Blumen allen
  Aber ich muß schweigen.
  Unter ihnen steh' ich
20 Traurig sinnend still:
  Eine Blume seh' ich,
  Die nicht blühen will.

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