C. O. Sternau Noch weißt du nicht, daß ich dich liebe

   Noch weißt du nicht, daß ich dich liebe,
  Noch schließt mein Herz mit süßer Pein
  Das schöne, selige Geheimniß
  Wie einen Schatz des Himmels ein.
5  Und doch muß bald ich von dir scheiden,
  Vielleicht für eine lange Zeit;
  Du zieh'st hinaus, ich aber bleibe
  Zurück mit meinem tiefsten Leid.
   Dir lächelt hoffnungsreich das Leben,
10 Es kränzen Blumen deine Bahn
  Ich bleib' zurück mit meinen Liedern,
  Ein sterbender, vergessener Schwan.
   Auch du wirst noch dereinst erfahren,
  Wie sehr dich liebte mein Gemüth;
15 Dann ist's zu spät, dann schlägt die Stunde,
  Wo meine Rosen sind verblüht!

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