Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau Wo sind die Stunden (1658)

  Wo sind die Stunden der süßen Zeit,
  da ich zuerst empfunden,
  wie deine Lieblichkeit
  mich dir verbunden?
5 Sie sind verrauscht, es bleibet doch dabei,
  daß alle Lust vergänglich sei.

  Ich schwamm in Freude;
  der Liebe Hand
  spann mir ein Kleid von Seide.
10 Das Blatt hat sich gewandt.
  Ich geh im Leide,
  Ich wein jetzund, daß Lieb und Sonnenschein
  stets voller Angst und Wolken sein.

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