Schriftsteller

Christian Wagner

Christian Wagner

Christian

Christian Wagner gehört zu den literarischen Außenseitern des späten 19. Jahrhunderts. Sein vorwiegend lyrisches Werk war geprägt von einer Naturphilosophie der Schonung alles Lebendigen und ist keiner Richtung oder Schule zuzurechnen. Als ohne höhere Schulbildung hat Wagner aus eigenem Antrieb heraus ein Werk geschaffen, das von hohen ethischen Werten getragen ist. So gehört ein großer Teil seiner zum bleibenden nachhaltigen Bestand der deutschen .

Christian Wagner, eigentlich Christian Friedrich Wagner, (* 5. August 1835 in (heute Teil von Leonberg); † 15. Februar 1918 in ) war ein deutscher und Kleinbauer.

Kindheit und Jugend verbrachte Christian Wagner in kleinen Verhältnissen in Warmbronn, sein Vater war dort Bauer und Schreiner. Er arbeitete in der elterlichen Land- und Viehwirtschaft und im Winter als Holzfäller. Bis Ende der 1850er Jahre wurde er nebenher zum leidenschaftlichen Schmetterlingssammler, legte ein Herbarium an und begann, intensiv zu lesen. Christian Wagner empfand sich selbst als „Sonderling“, denn er verkaufte seine Rinder nie an den Metzger. Wagner verfasste 1860 sein erstes Gedicht, für die Mutter. Beeinflusst von den Schiller’schen Dramen schrieb er 1865 sein Schauspiel: “Abi-Melech”.

Im Winter 1884 stellte Christian Wagner sein Manuskript “Märchenerzähler, Bramine und Seher” zusammen, das im Frühjahr 1885 in einem Stuttgarter Verlag erschien, nachdem er die Herstellungskosten des Buches übernommen hatte. Das Werk wurde ein Erfolg und innerhalb weniger Jahre mehrfach aufgelegt.

Seit 1889 besuchten ihn viele begeisterte Leser aus nah und fern in seinem Dorf.

Vom Stuttgarter Zweig der Weimarer Deutschen erhielt er 1889 und 1891 Ehrengaben in Höhe von 100 Goldmark. Die Stiftung setzte ihre regelmäßige finanzielle Unterstützung fort und wandelte sie 1910 in eine lebenslängliche Rente um.

Schon zu Lebzeiten erfuhr Christian Wagner in seinem Schaffen namhafte Unterstützung, so etwa von Gustav Landauer, Bruno Wille, Kurt Tucholsky und vor allem von . Letzterer gab 1913 einen Auswahlband der Gedichte Wagners heraus. Der Friedrichshagener Julius Hart widmete Wagner bereits 1899 einen ausführlichen Essay.

Nach seinem Tod setzten sich neben anderen Albrecht Schaeffer, Theodor Heuss, Werner Kraft, Albrecht Goes, Wulf Kirsten, Hermann Lenz, HAP Grieshaber und Peter Handke für ihn und sein literarisches Erbe ein.