Conrad Ferdinand Meyer Der Brunnen (1865)
In einem römischen Garten
Verborgen ist ein Bronne,
Behütet von dem harten
Geleucht’ der Mittagssonne,
5 Er steigt in schlankem Strale
In dunkle Laubesnacht
U: sinkt in eine Schale
U: übergießt sie sacht.
Die Wasser steigen nieder
10 In zweiter Schale Mitte
U: voll ist diese wieder,
Sie fluten in die dritte:
Ein Nehmen u: ein Geben
U: alle bleiben reich,
15 U: alle Fluten leben
U: ruhen doch zugleich.
Bibliographische Daten
Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898)
Der Brunnen
In einem römischen Garten …
1865
Realismus
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