Conrad Ferdinand Meyer Ewig jung ist nur die Sonne (1883)

  Heute fanden meine Schritte mein vergeßnes Jugendtal,
  Seine Sohle lag verödet, seine Berge standen kahl.
  Meine Bäume, meine Träume, meine buchendunkeln Höhn –
  Ewig jung ist nur die Sonne, sie allein ist ewig schön.

5 Drüben dort in schilfgem Grunde, wo die müde Lache liegt,
  Hat zu meiner Jugendstunde sich lebendge Flut gewiegt,
  Durch die Heiden, durch die Weiden ging ein wandernd Herdgetön –
  Ewig jung ist nur die Sonne, sie allein ist ewig schön.

Neuen Kommentar hinzufügen

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.