Eduard Mörike Früh, wenn die Hähne krähn (1829)

  Früh, wenn die Hähne krähn,
  Eh’ die Sternlein verschwinden,
  Muß ich am Herde stehn.
  Muß Feuer zünden.

5 Schön ist der Flammen Schein,
  Es springen die Funken,
  Ich schaue so drein,
  In Leid versunken.

  Plötzlich da kommt es mir,
10 Treuloser Knabe!
  Daß ich die Nacht von dir
  Geträumet habe.

  Träne auf Träne dann
  Stürzet hernieder,
15 So kommt der Tag heran –
  O ging’ er wieder!

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