Emanuel Geibel Sanft verglimmt des Tages Helle (1848)
Sanft verglimmt des Tages Helle,
Und vom letzten Strahl geküßt
Liegt die glatte Meereswelle
Wie geschmolz'ner Amethyst.
5 Kaum ein Lüftchen rührt die Schwingen,
Schweigen rings und Abendgluth!
Nur der Fischer leises Singen
Schwebt verhallend auf der Fluth.
Jetzt erstirbt's; ihr Nachen gleitet
10 Ohne Laut dem Hafen zu,
Und um meine Seele breitet
Sich dein Zauber, Meeresruh'.
Bibliographische Daten
Autor:
Emanuel Geibel (1815-1885)
Titel:
Sanft verglimmt des Tages Helle
Gedichtanfang:
Sanft verglimmt des Tages Helle, …
Jahr:
1848
Epoche:
Spätromantik
Artikel Emanuel Geibel im Lyrik123.de-Autorenlexikon.
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