Emanuel Geibel Siehst du das Meer? (1850)
Siehst du das Meer?
Es glänzt auf seiner Flut
Der Sonne Pracht;
Doch in der Tiefe,
5 wo die Perle ruht,
Ist finstre Nacht.
Das Meer bin ich.
In stolzen Wogen rollt
Mein wilder Sinn,
10 Und meine Lieder ziehn
wie Sonnengold
Darüber hin.
Sie flimmern oft
von zauberhafter Lust,
15 Von Lieb' und Scherz;
Doch schweigend blutet
in verborgner Brust
Mein dunkles Herz.
Bibliographische Daten
Autor:
Emanuel Geibel (1815-1885)
Titel:
Siehst du das Meer?
Gedichtanfang:
Siehst du das Meer? …
Jahr:
1850
Epoche:
Spätromantik
Artikel Emanuel Geibel im Lyrik123.de-Autorenlexikon.
Weitere Gedichte von Emanuel Geibel
Neuen Kommentar hinzufügen
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

PDF

