Emanuel Geibel So halt’ ich endlich dich umfangen (1848)

  So halt' ich endlich dich umfangen,
  In süßes Schweigen starb das Wort,
  Und meine trunk'nen Lippen hangen
  An deinen Lippen fort und fort!

5 Was nur das Glück vermag zu geben,
  In sel'ger Fülle ist es mein;
  Ich habe dich, geliebtes Leben,
  Was braucht es mehr als dich allein?

  O, decke jetzt des Schicksals Wille
10 Mit Nacht die Welt und ihre Zier,
  Und nur dein Auge schwebe stille,
  Ein blauer Himmel über mir.

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