Ernst Moritz Arndt

Dichter

Ernst Moritz hat sich sowohl durch seine dichterische als auch politische Tätigkeit einen Namen gemacht; wobei seine Überzeugungen bis heute kontrovers diskutiert werden.

Ernst Moritz Arndt (* 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz auf Rügen, damals Schwedisch- Pommern; † 29. Januar 1860 in Bonn) war ein deutscher und Abgeordneter der . Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Besatzung Deutschlands durch . Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Epoche der , wird als Demokrat und deutscher Patriot, aber auch als Nationalist und Antisemit beurteilt.

Nach seiner Schulzeit in Stralsund studierte Arndt ab 1791 zunächst an der Universität Greifswald (die seit 1933 seinen Namen trägt), später in Jena evangelische Theologie, Geschichte, Erd- und Völkerkunde sowie Sprachen und Naturwissenschaften.
Im April 1800 wurde Ernst Moritz Arndt in Greifswald habilitiert: in Geschichte und Philologie mit einer Schrift, in der er sich gegen die Ideen Rousseaus ausspricht. 1801 wurde er dort Privatdozent.
1803 wurde Ernst Moritz Arndt nach dem Erscheinen seines „Versuchs einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen” von adligen Gutsbesitzern verklagt. In seiner Schrift kritisiert er voller Empörung die Leibeigenschaft. Im selben Jahr verfasste Arndt den ersten Teil seiner anti-napoleonischen Flugschrift „”.
Ab 1805 war Arndt mehrfach für die schwedische Regierung tätig. Durch seine Schriften als Franzosenhasser bekannt, musste er nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt vor den Truppen Napoleons nach Schweden flüchten. Nach dem Sturz von König Gustav IV. Adolf kehrte er illegal nach zurück.
1812 folgte Ernst Moritz Arndt dem Freiherrn vom Stein als dessen Privatsekretär nach Russland. Nach Napoleons Niederlage in Russland kehrte Arndt 1813 nach Schwedisch-Pommern zurück.

Zur Unterstützung des evangelischen Pietismus veröffentlichte er den Deutschen Volkskatechismus. Ab 1818 war er Professor für Geschichte in Bonn. Aus politischen Gründen musste er jedoch seine Ämter wenige Jahre später niederlegen; er wurde erst 1840 rehabilitiert und zum Rektor der Bonner Universität erklärt.
1848 wurde Ernst Moritz Arndt Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Er war Mitglied der Kaiserdeputation und Alterspräsident. 1849 trat Arndt desillusioniert aus der Gagern’schen Partei in der Versammlung aus und widmete sich wieder dem akademischen Leben.

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