Ernst Moritz Arndt Ballade (1809)

  Und die Sonne machte den weiten Ritt
  Um die Welt,
  Und die Sternlein sprachen: wir reisen mit
  Um die Welt;
5 Und die Sonne sie schalt sie: ihr bleibt zu Haus,
  Den ich brenn' euch die goldnen Aeuglein aus
  Bei dem feurigen Ritt um die Welt.

  Und die Sternlein gingen zum lieben Mond
  In der Nacht,
10 Und sie sprachen: du, der auf den Wolken thront
  In der Nacht,
  Laß uns wandeln mit dir, denn dein milder Schein
  Er verbrennet uns nimmer die Aeugelein.
  Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.

15 Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond,
  In der Nacht,
  Ihr verstehet, was still in den Herzen wohnt
  In der Nacht.
  Kommt und zündet die himmlischen Lichter an,
20 Daß ich lustig mitschwärmen und spielen kann
  In den freundlichen Spielen der Nacht.

Neuen Kommentar hinzufügen

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.