Schriftsteller

Felix Dahn

Felix Dahn

Felix

Felix Dahn war ein deutscher Professor für , und . Im 19. Jahrhundert war Dahn vor allem für seine historischen Romane bekannt.

Felix Dahn (auch: Ludwig Sophus) wurde als Sohn eines Schauspielers am 9. Februar 1834 in Hamburg geboren. Nach dem Gymnasialabschluss 1850 in München begann er an der dortigen Universität ein Studium der Rechtswissenschaften sowie der Philosophie. Nach seiner Promotion und Habilitation lehrte er zunächst deutsches Recht in München, war Professor an der Universität Würzburg, 1872 Ordinarius in Königsberg und 1888 in Breslau. Dahn wandte sich in seinen Forschungen früh auch der Geschichtswissenschaft zu. Sein wissenschaftliches Hauptwerk „Die Könige der Germanen“ erschien in 11 Bänden (1861–1909). Daneben veröffentlichte er auch eine kaum überschaubare Fülle juristischer Fachliteratur, die von handels- bis hin zu völkerrechtlichen Themen reicht.

Doch mit einer rein akademischen Karriere gab sich Felix Dahn nicht zufrieden. Bereits in den 1860er Jahren brachte er es auch zum Hausautor der „Gartenlaube“, damals die mit Abstand auflagenstärkste deutschsprachige Zeitschrift. In ihr veröffentlichte Felix Dahn über viele Jahre hinweg Gedichte. Ebenso war er Mitglied in dem auch politisch einflussreichen „“ sowie in dessen Berliner Pendant „Tunnel über der Spree“. Politisch engagierte sich Dahn darüber hinaus als Mitglied des Alldeutschen Verbandes, der zu den geistigen Wegbereitern des Nationalsozialismus gehörte.

Dahns Popularität gründete vor allem auf seinem historischen : „Ein Kampf um Rom“ (1876). Darin schildert Felix Dahn historisch recht frei, dafür aber mit starken Bezügen zum politischen Tagesgeschehen seiner Zeit, den Untergang des spätantiken Ostgotenreiches in Italien. Der ist eines der einflussreichsten literarischen Werke des auf historische Sinnstiftung bedachten, germanenmythisch konnotierten nationalliberalen Gründerzeitnationalismus. Gleichzeitig finden sich in dem Werk aber auch schon dezidiert sozialdarwinistische und völkische Elemente.

Teilweise zusammen mit seiner zweiten Frau Therese verfasste Felix Dahn darüber hinaus eine Reihe voluminöser historischer Romane zur deutschen Frühgeschichte sowie Sammlungen von Sagen und mythologischen Erzählungen, die fast alle ebenfalls das Germanenthema variieren.

Sein historisches Hauptwerk ist die „Urgeschichte der germanischen und romanischen Völker“, erschienen zwischen 1880 und 1889 in vier Bänden.

Dahn starb am 3. Januar 1912 in Breslau.