Felix Maria Vincenz Andreas, Fürst von Lichnowsky Nonnenwerth

  Ach, nun taucht die Klosterzelle
  einsam aus des Wassers Welle,
  und ich seh' in meinen Schmerzen,
  daß die Zelle fremd dem Herzen.
5 Nicht die Burgen, nicht die Reben
  haben ihr den Reiz gegeben,
  nicht die wundergleiche Lage,
  nicht Roland und seine Sage,
  nicht die Wiege deutscher Gauen,
10 die von hier ich kann erschauen;
  denn des Herbstes kühle Winde
  und des Winters eis'ge Rinde
  pochten an. Sie mußte flieh'n,
  die den Zauber hat verliehen
15 dieser Zelle, die umfangen
  hält der Rhein mit Liebesbangen.
  Soll allein den Schmerz ich tragen,
  allein mit der Zelle klagen,
  wird sich zu mir Hoffnung neigen,
20 sollen meine Lieder schweigen.
  Dies, das letzte meiner Lieder
  ruft dir: Komme wieder, wieder!

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