Frida Semler Traum

  Der Mondschein lag auf dem Wasser
  und eigen des Windes Gesang,
  ein Lied wie die flehende Seele,
  so traurig und tief war der Klang.

5 Ich hörte in ihm deine Stimme,
  du sprachst mit unendlichem Weh
  die Worte wie einst mir am Abend:
  "du einzig Geliebte, Adieu!"

  Da strahlte mir wonnig im Herzen
10 ein Traum von unendlichem Glück,
  es schien mir als wolltest du sagen:
  "bald komm' ich auf ewig zurück!"

  Der Mondschein lag auf dem Wasser,
  man hörte den Wind nun kaum,
15 auf tränenbefeuchtetem Kissen
  erwacht' ich...es war nur ein Traum.

  Geliebter, es können die Welten
  des Tages mich trennen von dir,
  mein Trost sind die herrlichen Nächte,
20 im Traume gehörst du ganz mir.

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