Friedrich August Clemens Werthes

Dichter

Friedrich August Clemens war ein deutscher und um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert.

Friedrich August Clemens Werthes wurde am 12. Oktober 1748 in Buttenhausen in Württemberg geboren und empfing seine wissenschaftliche Ausbildung in Mannheim, Düsseldorf, Venedig, Lausanne, Münster und Erfurt, wo er ein eifriger Schüler und Verehrer Wielands war.

Einige Zeit lebte er als Privatgelehrter und wurde dann Erzieher zweier junger Grafen Lippe-Alverdissen, die er auch auf die Hochschule nach Göttingen begleitete. Er machte ferner größere Reisen durch , die Schweiz und Italien. Friedrich August Clemens Werthes lernte auf einer dieser Reisen im Hause Friedrich Heinrich Jacobis im Juli 1774 auch Goethe kennen, von dessen Person er sich bereits damals in höchstem Maße begeistern ließ.

Sein erstes literarisches Werk waren die „Hirtenlieder“, die er zusammen mit Wielands „Verklagtem Amor“ (1772) herausgab. Im Jahre 1782 wurde Friedrich August Clemens Werthes auf den Lehrstuhl für Ästhetik an die 1781 zur Hochschule erhobene Karlsschule nach Stuttgart berufen, legte aber anderthalb Jahre später das Amt nieder und siedelte nach Wien über, wo er dann literarisch tätig war.

Von Wieland bereits 1783 empfohlen, wurde Friedrich August Clemens Werthes 1784 vom Kaiser zum Professor der schönen Wissenschaften an der Universität Pest ernannt. Von Werthes’ poetischen Arbeiten ist aus dieser Zeit besonders sein Trauerspiel in drei Aufzügen „Niklas Zrini oder die Belagerung von Sigeth“ zu nennen, eine in Prosa geschriebene Behandlung des Unterganges des bekannten ungarischen Helden.

Im Frühjahr 1791 erhielt Werthes seine Entlassung aus der Pester Professur; es ist ungewiss, ob er sie wirklich, wie es heißt, aus gesundheitlichen Gründen erbat oder wegen der neuen politischen Verhältnisse nach dem Tode Josefs II. dazu gedrängt wurde. Er kehrte nach Deutschland zurück, lebte zunächst eine Zeit lang als Privatmann und übernahm dann die Leitung des württembergischen Regierungsblattes in Stuttgart, wo Friedrich August Clemens Werthes schließlich mit dem Titel eines Hofrates am 5. Dezember 1817 starb.

Außer den bereits genannten Arbeiten ist Werthes mit weiteren Gedichten, Dramen, Singspielen, Abhandlungen, als Liederschreiber und vor allen Dingen als eifriger Übersetzer von griechischer, französischer und besonders italienischer hervorgetreten.

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