Friedrich Hebbel Auf ein schlummerndes Kind (1835)

  Wenn ich, o Kindlein, vor dir stehe,
  Wenn ich im Traum dich lächeln sehe,
  Wenn du erglühst so wunderbar,
  Da ahne ich mit süßem Grauen:
5 Dürft ich in deine Träume schauen,
  So wär mir alles, alles klar!

  Dir ist die Erde noch verschlossen,
  Du hast noch keine Lust genossen,
  Noch ist kein Glück, was du empfingst;
10 Wie könntest du so süß denn träumen,
  Wenn du nicht noch in jenen Räumen,
  Woher du kamest, dich ergingst?

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