Friedrich Hebbel Gebet (1843)

  Die du, über die Sterne weg,
  Mit der geleerten Schale
  Aufschwebst, um sie am ewgen Born
  Eilig wieder zu füllen:
5 Einmal schwenke sie noch, o Glück,
  Einmal, lächelnde Göttin!
  Sieh, ein einziger Tropfen hängt
  Noch verloren am Rande,
  Und der einzige Tropfen genügt,
10 Eine himmlische Seele,
  Die hier unten in Schmerz erstarrt,
  Wieder in Wonne zu lösen.
  Ach! sie weint dir süßeren Dank,
  Als die anderen alle,
15 Die du glücklich und reich gemacht:
  Laß ihn fallen, den Tropfen!

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