Dichter

Friedrich Heinrich Oser

Friedrich Heinrich war ein schweizer und . Er gab ein Liederbuch heraus und verfasste Kreuz- und Trostlieder.

Friedrich Heinrich Oser wurde am 29. Februar 1820 in geboren. Seine Mutter, eine geborene Schneider aus Berlin, starb bald nach seiner Geburt und auch sein Vater verstarb, als Oser noch ein Jugendlicher war.
Oser besuchte erst die Gemeindeschule und dann das Gymnasium. Mit 15 Jahren, nach dem Tod seines Vaters, besuchte er das Pädagogium seiner Vaterstadt Basel und studierte von 1838 bis 1842 an der dortigen Universität , worauf er anschließend die Ordination empfing.

Nachdem er zur Erweiterung seiner Studien noch ein Jahr lang in Berlin zugebracht und die Städte Leipzig, Dresden, Prag, Wien, München, Nürnberg und deren Kunstschätze besucht hatte, kehrte Friedrich Heinrich Oser in die Heimat zurück. Er wurde 1843 Vikar zu Diegten im Kanton Baselland, zwei Jahre später Pfarrer zu Waldenburg am Fuße des oberen Hauenstein, in einem engen von Felsen umschlossenen Tal. Der Tod seiner ältesten Tochter 1854 und seiner ersten Gattin 1857 waren für ihn bittere Schicksalsschläge, die er in seinen “Kreuz- und Trostliedern” mit tiefer, aber leider nur selten mit poetischer Erregung verarbeitete.

1866 übernahm er das Amt des Predigers an der Strafanstalt zu Basel und wirkte ab 1885 als Prediger in Benken im Kanton Baselland. Hier starb Friedrich Heinrich Oser am 15. Dezember 1891.

Die Lieder Osers zeichnen sich durch Frische, Unmittelbarkeit und zarte Stimmung aus; auch hat der Dichter ein besonderes Geschick, den Anforderungen der musikalischen Komposition in Sprache und Rhythmus gerecht zu werden.