Friedrich Hölderlin Hälfte des Lebens (1805)
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
5 Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
10 Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Bibliographische Daten
Autor:
Friedrich Hölderlin (1770-1843)
Titel:
Hälfte des Lebens
Gedichtanfang:
Mit gelben Birnen hänget …
Jahr:
1805
Epoche:
Frühromantik
Artikel Friedrich Hölderlin im Lyrik123.de-Autorenlexikon.
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