Friedrich Hölderlin Hälfte des Lebens (1805)

  Mit gelben Birnen hänget
  Und voll mit wilden Rosen
  Das Land in den See,
  Ihr holden Schwäne,
5 Und trunken von Küssen
  Tunkt ihr das Haupt
  Ins heilignüchterne Wasser.

  Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
  Es Winter ist, die Blumen, und wo
10 Den Sonnenschein,
  Und Schatten der Erde?
  Die Mauern stehn
  Sprachlos und kalt, im Winde
  Klirren die Fahnen.

Neuen Kommentar hinzufügen

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.