Dichter

Friedrich Wilhelm Gotter

Friedrich Wilhelm Gotter

Friedrich Wilhelm

Friedrich Wilhelm Gotter war ein deutscher Lyriker und Dramatiker, der besonders für seine Dramen und seinen ironischen Stil bekannt war.

Friedrich Wilhelm Gotter kam am 3. September 1746 in Gotha zur Welt. Aufgewachsen in einer höheren Beamtenfamilie, erhielt er frühzeitig Privatunterricht. Bereits in früher Jugend folgten die ersten dichterischen Versuche.

Im Jahr 1763 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen. In dieser Zeit begann Gotter sich für die Schauspielkunst zu interessieren und gründete selbst eine Schauspielgruppe. Für diese schrieb und dichtete er auch.

Nach Beendigung seines Studiums ging Friedrich Wilhelm Gotter nach Gotha zurück, wo er die Stellung eines Archivars am dortigen Hof bekleidete. Später wurde er Legationssekretär am Reichskammergericht in Wetzlar und dann Geheimsekretär am herzoglichen Hof Sachsen-Gotha.

Parallel zu seiner Stellung bei Hof blieb Wilhelm Friedrich Gotter weiterhin schriftstellerisch tätig und unterhielt enge Kontakte zu Theaterdirektoren und Schauspielern.

Friedrich Wilhelm Gotter verstarb am 18. März 1797.

Die literarischen Werke Gotters sind zahlreich und vielfältig. Er schrieb u. a. mehr als vierzig Dramen. Diese Werke machten ihn zu Lebzeiten zu einem der meistgespielten an deutschen Bühnen. Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Vorlagen für Singspiele () und Gedichte.

Am bekanntesten ist sicherlich sein Gedicht „Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein!” aus dem „Esther”, das von Johann Friedrich Anton Fleischmann und in Anlehnung an dessen Komposition auch von Bernhard Flies vertont wurde. (Fälschlicherweise wurde diese Komposition lange Mozart zugeschrieben). Friedrich Wilhelm Gotter ist auch der des ironischen Gedichtes „“, welches Mitte der 90er Jahre in einem Fernsehwerbespot eingesetzt wurde.