Georg Friedrich Daumer Weißt du noch, mein süßes Herz (1850)
Weißt du noch, mein süßes Herz, wie Alles sich
Hold begeben zwischen dir und mir?
Wie der Liebe Siegelring auf meine Stirn
Drückte schon der erste Blick von dir?
5 Wie zu schelten deine Lippe rang und doch
Honigküsse träufelten von ihr?
Wie auf uns der stille Blick des Monds geruht
Und in seinem stillen Blicke wir!
Wie, was sich kein gläubiges Gemüthe träumt,
10 Uns die Huld des Himmels schenkte hier?
Und wie dann Hafisens Verseperlenschatz
Tausendfach an Werth gewann und Zier?
Weißt du noch, mein süßes Herz, wie Alles sich
Hold begeben zwischen dir und mir?
Bibliographische Daten
Georg Friedrich Daumer (1800-1875)
Weißt du noch, mein süßes Herz
Weißt du noch, mein süßes Herz, wie Alles sich …
1850
Spätromantik
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