Georg Friedrich Daumer Wie bist du, meine Königin (1850)

  Wie bist du, meine Königin,
  Durch sanfte Güte wonnevoll!
  Du lächle nur, Lenzdüfte wehn
  Durch mein Gemüte, wonnevoll!

5 Frisch aufgeblühter Rosen Glanz,
  Vergleich ich ihn dem deinigen?
  Ach, über alles, was da blüht,
  Ist deine Blüte wonnevoll!

  Durch tote Wüsten wandle hin,
10 Und grüne Schatten breiten sich,
  Ob fürchterliche Schwüle dort
  Ohn Ende brüte, wonnevoll!

  Laß mich vergehn in deinem Arm!
  Es ist ihm ja selbst der Tod,
15 Ob auch die herbste Todesqual
  Die Brust durchwüte, wonnevoll!

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