Dichter

Georg Trakl

Georg Trakl

Georg

Die Gedichte Georg Trakls ziehen einen mit ihrer überwiegend düsteren Eindringlichkeit in den Bann. Die Stimmung und die Farben des Herbstes, dunkle Bilder des Abends und der Nacht, des Sterbens, des Todes und des Vergehens sind wiederkehrende Bilder.

Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) war ein österreichischer des mit starken Einflüssen des .

Die Familie Trakls gehörte dem gehobenen Bürgertum an. Trakl und seine sechs Geschwister wurden von einer französischen Gouvernante aufgezogen. Die strenggläubige Katholikin weckte Trakls Interesse an französische , insbesondere Rimbaud und Baudelaire. In vielen Gedichten nimmt Trakl auf seine jüngere Schwester Margarethe Bezug. Alle Biographien vermuten eine inzestuöse Beziehung.

Trakl, ein eher schlechter Schüler, beendete seine Schullaufbahn ohne Matura. In diese Zeit fielen auch erste Experimente mit Drogen (Chloroform, Morphium, Opium, Veronal, Alkohol). Durch ein Praktikum in einer Apotheke war es leicht für ihn, an Rauschmittel zu gelangen.

Georg Trakls erste literarische Versuche erfolgten um 1904, als er sich dem Salzburger Dichterzirkel „Apollo”, später umbenannt in „Minerva”, anschloss.

Nach seinem Magister der Pharmazie trat Georg Trakl als Freiwilliger in den Militärdienst bei einer Sanitätsabteilung in Wien ein. Zu dieser Zeit verfiel er immer mehr in und Drogenexzesse. Damals gelang ihm jedoch auch ein dichterischer Durchbruch in eine reifere, schwermütige Lyrik, die charakteristisch für sein Werk wurde. Nach dem Ende seines Militärjahres versuchte er als Apotheker Fuß zu fassen, was ihm zwar nicht gelang, ihn 1911 aber nach Innsbruck führte. Dort lernte er seinen großen Förderer kennen, in dessen Halbmonatszeitschrift “Der Brenner” seine Gedichte von nun an regelmäßig veröffentlicht wurden.

1913 wurde sein Manuskript “Gedichte” veröffentlicht. Trotz seiner literarischen Erfolge sprach Trakl von einer „Kette von Krankheit und Verzweiflung“, die sein Leben heimsuche.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Georg Trakl als Militärapotheker einberufen. Er erlebte die Schlacht bei mit. Im gleichnamigen Gedicht “” verarbeitete Trakl wenige Tage vor seinem Tod am 3. November 1914 seine Kriegserfahrung. Georg Trakl starb in einem Krakauer Militärhospital an einer Überdosis Kokain. Ob es sich dabei um einen Unfall oder um Suizid handelte, ist ungeklärt.