Georg Trakl Elis (1913)

  Vollkommen ist die Stille dieses goldenen Tags.
  Unter alten Eichen
  Erscheinst du, Elis, ein Ruhender mit runden Augen.

  Ihre Bläue spiegelt den Schlummer der Liebenden.
5 An deinem Mund
  Verstummten ihre rosigen Seufzer.

  Am Abend zog der Fischer die leeren Netze ein.
  Ein guter Hirt
  Führt seine Herde am Waldsaum hin.
10 O wie gerecht sind, Elis, alle deine Tage.

  Ein heiterer Sinn
  Wohnt in der Winzer dunklem Gesang,
  Der blauen Stille des Ölbaums.
  Bereitet fanden im Haus die Hungernden Brot und Wein.

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