Dichter

Gottlieb Konrad Pfeffel

Gottlieb Konrad Pfeffel

Gottlieb Konrad

Gottlieb Konrad Pfeffels Lebenswerk kann angesichts seines schwierigen Lebensweges nicht hoch genug gewürdigt werden: Obwohl schon mit 24 Jahren fast erblindet, machte er sich als er und Schriftsteller einen Namen.

Am 28. Juli 1736 wurde Gottlieb Konrad Pfeffel in geboren. Wie bei seinem aus der Markgrafschaft Baden stammenden Vater und seinem älteren Bruder (beide standen als anerkannte Staatsrechtler im Dienst des französischen Königshauses) war auch für ihn eine diplomatische Laufbahn vorgesehen. Nach dem Besuch des Gymnasiums in begann Gottlieb Konrad Pfeffel mit fünfzehn Jahren 1751 ein juristisches Studium an der Universität Halle. Ein Augenleiden während seiner Studienzeit führte zur fast völligen Blindheit und zwang ihn zur Rückkehr nach . Trotz dieser gravierenden Beeinträchtigung begann eine über mehrere Jahrzehnte andauernde intensive Arbeitsphase. 1873 gründete Gottlieb Konrad Pfeffel die “École Militaire”, eine protestantische Schule , die bald europaweit – besonders in adligen Kreisen – einen hervorragenden Ruf erlangte.

In den Wirren der Französischen Revolution musste er die Schule schließen und wurde gezwungen, seine große Familie (von 13 Kindern überlebten 6) mit Übersetzungen und der Herausgabe von literaischen Arbeiten zu versorgen. Besonders die Fabeln von – er hatte schon vor seiner Blinheit Kontakt zu ihm – begeisterten ihn. Sein Stuttgarter Verleger Cotta brachte mit den zehn Bänden der “Poetischen Versuche” (1802-1810) und den ebenfalls zehnbändigen “Prosaischen Versuchen” (1810-1812) ein eindrucksvolles Gesamtwerk von 20 Bänden heraus.
Am 1. Mai 1809 starb Gottlieb Konrad Pfeffel in Colmar. Kurz vor seinem Tod wurde ihm noch die besondere Ehrung zuteil, in die Münchner Akademie der Wissenschaften als Ehrenmitglied aufgenommen zu werden.