Schriftsteller

Heinrich Bone

Heinrich Bone

Heinrich

Heinrich Bone war ein deutscher Philologe und sowie Träger des Großherzoglich Hessischen Verdienstordens. Heute ist er vor allem als bekannt.

Heinrich Bone wurde als ältestes von sechs Kindern am 25. September 1813 im sauerländischen Drolshagen geboren. Seine Eltern betrieben dort eine kleine Landwirtschaft und eine Gastwirtschaft. Nach Besuch der Volksschule ging er ab 1825 auf das Gymnasium und legte 1831 das Abitur ab. Danach studierte er altklassische Philologie, Philosophie und Theologie in Bonn und mit dem Abschluss seines Studiums trat er 1835 eine Stelle als Probelehrer am Gymnasium in Düsseldorf an. Im Anschluss an das Probejahr arbeitete Heinrich Bone vorübergehend als Hilfslehrer am königlichen Gymnasium in Düsseldorf und unterrichtete an der dortigen Realschule, bis er 1838 eine Festanstellung in Köln erhielt. Dort gab er auch Deutschunterricht an der „Höheren Töchterschule der Geschwister Schmitz“, die von seiner späteren Frau und deren Schwestern geleitet wurde.

1841 wurde Heinrich Bone als Oberlehrer nach Bedburg/Erft berufen. Im Winter 1850/1851 wurde ihm der Titel Professor verliehen und fünf Jahre später wurde Bone Schuldirektor, zunächst in Recklinghausen, 1859 dann in Mainz. 1864 bekam er wegen seiner pädagogischen Verdienste den „ Philipps des Großmüthigen 1. Klasse“ verliehen.

Im Rahmen des Kulturkampfes wurde Heinrich Bone nach mehreren Angriffen in der Presse aus liberalen Kreisen wegen seiner erklärt katholischen Grundeinstellung 1873 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Sein „Lesebuch für höhere Lehranstalten“, zuvor ein Standardwerk über an Gymnasien, das ihn bekannt gemacht hatte, wurde nicht weiter verwendet. 1882 zog der vorübergehend nach Wiesbaden, wo er erneut Deutsch unterrichtete. 1890 kehrte er nach Mainz zurück. Nach Ausbruch einer schweren Erkrankung im Winter 1892 zog er nach Hattenheim, wo er am 10. Juni 1893 verstarb.

Heinrich Bone pflegte Zeit seines Lebens einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, der vor allem aus kirchlichen Würdenträgern, aber auch aus Künstlern wie dem Maler Friedrich Overbeck oder den Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und bestand. Über das 19. Jahrhundert hinaus gewann Bone neben seinen Lehrbüchern vor allem Bedeutung durch seine Kirchengesangbücher, insbesondere das „!“, das zwischen 1847 und 1879 in sieben Auflagen erschien.