Heinrich Heine Der Ungläubige (1823)

  Du wirst in meinen Armen ruhn!
  Von Wonnen sonder Schranken
  Erbebt und schwillt mein ganzes Herz
  Bei diesem Zaubergedanken.

5 Du wirst in meinen Armen ruhn!
  Ich spiele mit den schönen
  Goldlocken! Dein holdes Köpfchen wird
  An meine Schulter lehnen.

  Du wirst in meinen Armen ruhn!
10 Der Traum will Wahrheit werden,
  Ich soll des Himmels höchste Lust
  Hier schon genießen auf Erden.

  Oh, heil'ger Thomas! Ich glaub es kaum!
  Ich zweifle bis zur Stunde,
15 Wo ich den Finger legen kann
  In meines Glückes Wunde.

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