Heinrich Heine Der Ungläubige (1823)
Du wirst in meinen Armen ruhn!
Von Wonnen sonder Schranken
Erbebt und schwillt mein ganzes Herz
Bei diesem Zaubergedanken.
5 Du wirst in meinen Armen ruhn!
Ich spiele mit den schönen
Goldlocken! Dein holdes Köpfchen wird
An meine Schulter lehnen.
Du wirst in meinen Armen ruhn!
10 Der Traum will Wahrheit werden,
Ich soll des Himmels höchste Lust
Hier schon genießen auf Erden.
Oh, heil'ger Thomas! Ich glaub es kaum!
Ich zweifle bis zur Stunde,
15 Wo ich den Finger legen kann
In meines Glückes Wunde.
Bibliographische Daten
Heinrich Heine (1797-1856)
Der Ungläubige
Du wirst in meinen Armen ruhn! …
1823
Spätromantik
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