Heinrich Heine Wenn du gute Augen hast (1819)

  Wenn du gute Augen hast,
  Und du schaust in meine Lieder,
  Siehst du eine junge Schöne
  Drinnen wandeln auf und nieder.

5 Wenn du gute Ohren hast,
  Kannst du gar die Stimme hören,
  Und ihr Seufzen, Lachen, Singen
  Wird dein armes Herz betören.

  Denn sie wird, mit Blick und Wort,
10 Wie mich selber dich verwirren;
  Ein verliebter Frühlingsträumer,
  Wirst du durch die Wälder irren.

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