Heinrich Zschokke

Schriftsteller

Heinrich Zschokke

Heinrich

Heinrich Zschokke war ein deutscher Gelehrter, der sich in der einbürgern ließ. Er engagierte sich nicht nur als und , sondern war seinerzeit auch einer der meistgelesenen deutschsprachigen .

Johann Heinrich Daniel Zschokke (kurz Heinrich Zoschkke oder auch Johann von Magdeburg oder Johann Heinrich David Zschokke genannt) kam am 22. März 1771 in Magdeburg zur Welt. Nach dem Gymnasium war er ab 1788 Theaterdichter einer Wandertruppe, im Herbst 1790 nahm er ein Studium der Philosophie und Theologie an der Universität Frankfurt (Oder) auf. Nach der Promotion 1792 war er bis 1795 Privatdozent für Philosophie.

1795 bis 1796 unternahm Heinrich Zschokke eine Bildungsreise durch , Frankreich und die Schweiz, wo er sich schließlich niederließ. Er wurde Leiter einer Erziehungsanstalt in Reichenau im Kanton Graubünden, arbeitete an der Verbesserung des Schulwesens, wurde zunehmend politisch aktiv und erhielt das Bürgerrecht Graubündens. 1805 heiratete er Nanny Nüsperli. Das Ehepaar hatte zwölf Söhne und eine Tochter.

Zschokke arbeitete in verschiedenen Ämtern für die Helvetische Regierung in Luzern.

Die Regierung des Kantons ernannte Heinrich Zschokke 1804 zum Oberforst- und Bergrat, was seinem naturwissenschaftlichen Interesse entgegenkam. In dieser Funktion verfasste er ein zweibändiges Handbuch für Forstbeamte und reorganisierte die aargauische Forstwirtschaft grundlegend; sein Wirken galt für die damalige Zeit als vorbildlich und wegweisend. Im Jahre 1815 wurde Zschokke in den Grossen Rat des Kantons gewählt. Er gehörte zwar keiner Partei an, stand aber den liberalen Kräften nahe. 1833 wurde Heinrich Zschokke aargauischer Abgesandter an der Tagsatzung und setzte sich für die Bildung eines modernen Bundesstaates ein.

1843 zog er sich aus dem öffentlichen Leben zurück; er starb am 27. Juni 1848 in Aarau.

Als Schriftsteller wandte sich Heinrich Zschokke anfangs der Räuber- und zu. Später schrieb er moralische Erzählungen mit aufklärerischer Tendenz. Seine Novellen waren beim Publikum sehr beliebt, ebenso sein Erbauungsbuch “Stunden der Andacht”. 1814 erschien seine Erzählung “”.

Außerdem machte Heinrich Zschokke sich verdient durch Forschungen zur älteren Geschichte der Schweiz und mit der Herausgabe volkserzieherischer Zeitschriften. Daneben gab er zahlreiche Zeitungen heraus und war auch für seine übersetzerischen Tätigkeiten bekannt.

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