Johann Gabriel Seidl Bei dir allein (1840)

  Bei dir allein empfind' ich, daß ich lebe,
  Daß Jugendmut mich schwellt
  Daß eine heit're Welt
  Der Liebe mich durchhebe;
5 Mich freut mein Sein
  Bei dir allein!

  Bei dir allein weht mir die Luft so labend,
  Dünkt mich die Flur so grün,
  So mild des Lenzes Blüh'n,
10 So balsamreich der Abend,
  So kühl der Hain,
  Bei dir allein!

  Bei dir allein verliert der Schmerz sein Herbes,
  Gewinnt die Freud an Lust!
15 Du sicherst meine Brust
  Des angestammten Erbes;
  Ich fühl' mich mein
  Bei dir allein!

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