Dichter

Johann Georg Fischer

Johann Georg Fischer

Johann Georg

Johann Georg Fischer machte sich insbesondere um sein Engagement für die Errichtung des -Nationalmuseums verdient. Selbst schrieb er sowohl lyrische als auch dramatische Werke.

Johann Georg Fischer (* 25. Oktober 1816 in Groß-Süßen; † 4. Mai 1897 in ) war ein deutscher Lyriker und Dramatiker.

Nach dem Besuch des Lehrerseminars in Tübingen von 1831 bis 1833 wurde er Schulgehilfe und Unterlehrer an verschiedenen Orten. Nach einer weiteren Ausbildung zum Realschullehrer, mit nachfolgend verschiedenen Dienstorten, kam er ab 1845 an die Elementarschule nach Stuttgart. Johann Georg Fischer wurde deren Leiter und erhielt darüber hinaus die Leitung der kaufmännischen Fortbildungsschule Stuttgart übertragen. 1857 promovierte er in Tübingen zum Dr. phil. und wirkte von 1862 bis 1885 als Professor und später als deren Leiter an der Oberen Stuttgarter Realschule.

Johann Georg Fischer entwickelte sich in seiner Stuttgarter Zeit zum gefeierten Lyriker und Dramatiker. Besonders seine 24 Reden an den Geburtstagen Friedrich Schillers machten ihn populär. Für seine Verdienste um die Errichtung des dortigen Schiller-Nationalmuseums, der Renovierung von Schillers Geburtshaus sowie der Errichtung des Schillerdenkmals 1876 ernannte ihn die Stadt zum Ehrenbürger. Seinen siebzigsten Geburtstag feierte Stuttgart wie ein Volksfest.

Auch in seinem Heimatort erhielt er die Ehrenbürgerwürde.

Hochgeehrt starb Johann Georg Fischer am 4. Mai 1897 im 80. Lebensjahr in Stuttgart. Seine Ruhestätte auf dem Pragfriedhof wird von der Stadt Stuttgart als Ehrengrab gepflegt.

Fischers war insbesondere durch Motive aus der Natur und des Eros’ geprägt. Es zeigt sich in seinem Stil der Einfluss Eduard Mörikes, mit dem er auch befreundet war. Anregung für seine Dramen fand er überwiegend in zeitgenössischen politischen Geschehnissen.