Dichter

Johann Gottfried Herder

Johann Gottfried Herder

Johann Gottfried

Johann Gottfried Herder war einer der großen deutschen und Denker im Zeitalter der , der großen Einfluß auf die unterschiedlichsten Wissensbereiche des späten 18. Jahrhunderts hatte.

Am 25. August 1744 wurde Johann Gottfried Herder in Mohrungen/Ostpreußen geboren, sein Vater war dort Kantor und Schullehrer. 1762 verließ Herder seinen Heimatort um in Königsberg eine Ausbildung zum Chirurgen zu beginnen; änderte aber bald sein Berufsziel und begann ein Theologiestudium an der Universität Königsberg. Dort nahm er in den Jahren 1762-1764 unter anderem an Vorlesungen über Philosophie, Astronomie und Physische Geographie des Philosophen Immanuel Kant teil.
1764 wurde Johann Gottfried Herder nach Riga an die Domschule berufen wo er als Hilfslehrer und Hilfsprediger arbeitete. Hier entstanden erste größere Werke wie “ über die neuere deutsche Literatur” (1766–1767) oder “Betrachtungen die Wissenschaft und Kunst des Schönen betreffend”. Herder wurde Mitarbeitern bei der “Allgemeinen deutsche Bibliothek (ADB)”, für die er bis 1773 literaturkritisch tätig war.
1771 folgte Herder dem Ruf von Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe und nahm seine neue Stellung als Oberprediger und Konsistorialrat in Bückeburg, der Residenzstadt der Grafschaft Schaumburg-Lippe, an. Es begann die große Sturm-und-Drang-Periode von Herder. Eine Reihe seiner Schriften, die richtungsweisend für die junge deutsche Literatur- und Sprachwissenschaft wurden, stammen aus dieser Zeit.
Bei einem kurzen Besuch in Darmstadt lernte er Maria Karoline Flachsland kennen, verliebte sich und heiratete sie 1773.

1776 nahm Johann Gottfried Herder auf Vermittlung Goethes die Berufung als Hofprediger und Generalsuperintendent der Stadtkirche St. Peter und Paul nach Weimar an. Große literarische Produktivität mit hoher Anerkennung seiner Arbeiten prägten die Zeit in Weimar.
Johann Gottfried Herder blieb trotz anderer Angebote, wie z. B. einen Ruf auf den theologischen Lehrstuhl an der Universität Göttingen, bis zu seinem Tod in Weimar.
Er starb am 18. Dezember1803. Seine Grabstätte befindet sich in der nach ihm benannten Herderkirche in Weimar. Viele Plätze, Straßen und Schulen sind in nach Johann Gottfried Herder benannt.