Josef Ludwig Stoll Lambertine

  O Liebe, die mein Herz erfüllet,
  Wie wonnevoll ist deine Seligkeit!
  Doch ach! wie grausam peinigend durchwühlet
  Mich Hoffnungslosigkeit.

5 Er liebt mich nicht, er liebt mich nicht, verloren
  Ist ohne ihn des Lebens süße Lust.
  Ich bin zu bittern Leiden nur geboren,
  Nur Schmerz drückt meine Brust.

  Doch nein, ich will nicht länger trostlos klagen!
10 Zu sehen ihn gönnt mir das Schicksal noch;
  Darf ich ihm auch nicht meine Liebe sagen,
  G'nügt mir sein Anblick doch.

  Sein Bild ist Trost in meinem stillen Kummer,
  Hier hab' ich's mir zu Wonne aufgestellt;
15 Dies soll mich laben, bis daß ew'ger Schlummer
  Mein mattes Herz befällt.

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