Schriftsteller

Joseph Christian von Zedlitz

Joseph Christian von Zedlitz

Joseph Christian von

Joseph Christian von Zedlitz widmete sich neben seinem Staatsdienst intensiv seiner Leidenschaft für die Schriftstellerei.

Philipp Gotthard Joseph Christian Karl Anton Freiherr von Zedlitz und Nimmersatt (* 28. Februar 1790 auf Schloss Johannisberg bei Jauernig, Österreichisch-Schlesien; † 16. März 1862 in Wien) war ein österreichischer und .

Zedlitz war der Sohn des bischöflichen Landeshauptmanns und Schlosshauptmanns auf Schloss Johannisberg (heute Schloss Jánský Vrch). Neben der Erziehung durch Hauslehrer besuchte Zedlitz das Gymnasium zu Breslau; dort wurde u. a. sein Schulfreund.

Joseph Christian von Zedlitz trat 1806 in das österreichische Husarenregiment Erzherzog d’Este ein. Nach zwei Jahren war er bereits Oberleutnant und Ordonanzoffizier. Wegen Tapferkeit in den Schlachten bei Teugn-Hausen, Eggmühl, Aspern und Wagram wurde Zedlitz mehrfach gelobt und ausgezeichnet.

Zedlitz nahm 1810 seinen Abschied und verwaltete bis 1836 die Zedlitz’schen Güter in Ungarn. 1811 heiratete er Ernestine, eine Tochter des Freiherrn Anton von Lipthay. Nebenbei versuchte sich Zedlitz als Schriftsteller und debütierte 1815 mit seinem Gedichtzyklus “”.

Ab 1819 publizierte Joseph Christian von Zedlitz regelmäßig in “Aglaja”, einer jährlichen Almanach-Reihe. Viele seiner Werke veröffentlichte er in den “Wiener Jahrbüchern der Literatur”. Wichtige Kollegen waren ihm da Franz Grillparzer, Zacharias Werner u. a. Als man nach dem Tod von Kaiser Franz I. die österreichische Kaiserhymne änderte, wählte man einen Text von Zedlitz.

Nach dem Tod seiner Ehefrau (1836), kehrte Joseph Christian von Zedlitzin den Staatsdienst zurück. Bis zur Märzrevolution 1848 wirkte Zedlitz in Wien meistens im Kriegsministerium und im diplomatischen Korps. Nebenher war er als Schriftsteller und Korrespondent der “Augsburger Allgemeinen Zeitung” aktiv. Hervorzuheben ist hier sein Bericht „Aufstand in Galicien“ und seine Flugschriften, welche er ganz im Sinne der Metternich’schen Politik verfasste.

Nach der Revolution lebte Joseph Christian von Zedlitz bis 1851 zurückgezogen auf seinen Besitzungen in Aussee (Salzkammergut). Gleichzeitig wurde er Ministerresident des Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach am Wiener Hof und später zusätzlich Geschäftsträger kleinerer deutscher Höfe, wie Braunschweig, Nassau und Oldenburg. Diese Ämter erforderten keine regelmäßige Anwesenheit bei Hof, so dass Zedlitz sich bis an sein Lebensende dem Schreiben widmen konnte.

Im Alter von 72 Jahre starb Freiherr Joseph Christian von Zedlitz 1862 in Wien.