Dichter

Joseph Kenner

Die Dichtungen des Lyrikers Joseph zeichnen sich insbesondere durch ihre Lebensfreude aus. vertonte sogar einige seiner Werke.

Joseph Kenner (* 24. Juni 1794 in Wien; † 20. Jänner 1868 in Bad Ischl) war ein kaiserlich-königlicher Beamter, Zeichner, , Bezirkshauptmann von Freistadt und Bezirksvorsteher in Bad Ischl.

Kenner wuchs als Halbwaise (bzw. Kind eines unbekannten Vaters) bei seiner Mutter (geborene Harl, 1767-1844) in , im Umfeld der Familie von Spaun auf und besuchte von 1805 bis 1811 das Konvikt des Stifts Kremsmünster, wo er u. a. Franz von Schober und Franz von Schlechta kennenlernte.

Anschließend kam Joseph Kenner in das Wiener Stadtkonvikt, wo er dem Komponisten Franz Schubert begegnete.

Bis 1816 war Kenner Student der Jurisprudenz und Staatswissenschaft, danach wechselte er als Praktikant in das Kreis- und Steueramt Linz, wo er 1822 zum Magistratsrat befördert wurde. Schließlich wirkte er ab 1850 außerdem vier Jahre als Bezirkshauptmann von Freistadt sowie im Anschluss bis 1857 als Bezirksvorsteher (Statthaltereirat) in Ischl.

Wichtig war Joseph Kenners Einsatz auch für die Münzsammlung des Oberösterreichischen Musealvereins. Er war außerdem Mitbegründer des Museums in Linz. Bis heute ist es Stammhaus der Oberösterreichischen Landesmuseen.

Enge Freundschaft schloss Joseph Kenner nicht nur mit den Linzer Schubert-Freunden, sondern auch mit , der ihn in seinem eigenen Metier hoch schätzte und einen Zyklus von Illustrationen zu Kenners Schauer- bzw. Märtyrer-” beisteuerte.

Joseph Kenner hatte in seinem dichterischen Schaffen hauptsächlich eine starke Tendenz zu fröhlicher lebensbejahender . Seine Gedichte und Balladen entstanden unter dem prägenden Einfluss seines Freundeskreises um Schubert und Schwind. Teilweise wurden seine Dichtungen auch von Franz Schubert vertont.