Joseph Müller Das Veilchen

  Spende, Veilchen, deine Düfte
  zu Marias Preis und Ruhm,
  statt des Weihrauchs, statt der Myrrhen
  bring'ich dich in's Heiligthum.

5 Eiller Prunk und bunt Geschmeide
  sind nicht deiner Schönheit Zier,
  in dem einfach blauen Kleide
  prangst du edler als Saphir.

  Stille blühst du und bescheiden
10 deiner Tugend und bewusst,
  einsam willst du gerne wohnen
  aller Menschen Freud und Lust.

  So auch blüthest du, Maria,
  einsten als des Herren Braut,
15 Gott hat aller Welten Segen,
  alle Himmel dir vertraut.

  Keusche Jungfrau, Himmelspforte,
  lass mich wie das Veilchen sein,
  ohne Stolz und ohne Hoffart
20 stets bescheiden, keusch und rein.

  Lass mich wie die blauen Blümchen
  immer sanft sein, fromm und gut,
  dir, Maria, stets zu Ehren
  leben unter deiner Hut.

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