Joseph von Eichendorff Der frohe Wandersmann (1817)

  Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
  Den schickt er in die weite Welt,
  Dem will er seine Wunder weisen
  In Berg und Wald und Strom und Feld.

5 Die Trägen, die zu Hause liegen,
  Erquicket nicht das Morgenrot,
  Sie wissen nur vom Kinderwiegen
  Von Sorgen, Last und Not um Brot.

  Die Bächlein von den Bergen springen,
10 Die Lerchen schwirren hoch vor Lust,
  Was sollt' ich nicht mit ihnen singen
  Aus voller Kehl' und frischer Brust?

  Den lieben Gott laß ich nur walten;
  Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
15 Und Erd' und Himmel will erhalten,
  Hat auch mein' Sach' auf's Best' bestellt!

Neuen Kommentar hinzufügen

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.