Dichter

Karl Egon Ebert

Karl Egon Ebert

Karl Egon

Karl Egon Ebert war ein , der in seinen Dichtungen stark seiner böhmischen Heimat verhaftet war.

Karl Egon Ebert (* 5. Juni 1801 in ; † 24. Oktober 1882 in Smichow bei ) war ein deutsch-böhmischer Dichter.

Ebert war Sohn des fürstenbergischen Residenten in und Hofrates Michael Ebert. Der regierende Fürst Fürstenberg war nicht nur Pate des Dichters sondern auch ein Gönner desselben. Er ernannte Karl Egon Ebert zum fürstlichen Bibliothekar und Archivar.

1848 wurde er zum Hofrat, 1854 zum Administrator der fürstlichen Güter in Böhmen ernannt, diese Position behielt er bis zum Tod des Fürsten im Jahr 1858. Ebert verfasste nicht nur Gedichte, sondern versuchte sich ebenso als Dramatiker und Epiker. Er setzte seinen Schwerpunkt bei seinen Dramen auf böhmisch-nationale Themen; hierunter fällt unter anderem das dramatische Gedicht „Bretislaw und Jutta“.

Er setzte sich 1848 politisch für das Zusammenleben der deutschen und tschechischen Kulturen in Böhmen ein und war Mitunterzeichner eines entsprechenden Aufrufs tschechischer und deutscher Schriftsteller am 21. März. Für Leopold Eugen Miechura schrieb Ebert das Libretto zur Oper „Der Schild“, für Joseph Dessauer das zu „Lidwinna“. Seine Gedichte „Das erste Veilchen“ und „Reiselied“ wurden von Felix Mendelssohn Bartholdy vertont.

Karl Egon Eberts literarisches Gesamtwerk wurde 1877 in Prag in sieben Bänden herausgegeben.

Auf dem Gebiet der , insbesondere der lyrisch-epischen Dichtung, trat sein Können zutage. Ebert hatte sich insbesondere der Sonettform verschrieben, so verfasste er für seinen Mäzen, den Fürsten Fürstenberg posthum einen wahrlich fürstlichen Sonettenkranz mit dem passenden Titel “Denkmal” zum Angedenken.

Für sein literarisches Schaffen dienten Karl Egon Ebert wiederholt deutsche Sagen oder auch Sagen seiner böhmischen Heimat als Vorlage.