Dichter

Lebrecht Dreves

Lebrecht , der in seinem Schaffen stark von seinem gesellschaftlichen und politischen Umfeld geprägt wurde: Neben politischer verfasste er auch Kirchenlieder.

Lebrecht (auch Leberecht) Blücher Dreves (* 12. September 1816 in Hamburg; † 19. Dezember 1870 in Feldkirch (Vorarlberg)) war ein deutscher Jurist, Notar und Lyriker, Dramatiker, Historiker und Übersetzer.

Dreves kam 1816 als Sohn eines Kaufmanns und Kommissionsrates zur Welt. Dreves besuchte die Hamburger Gelehrtenschule und nahm 1836 ein juristisches Studium an der Universität Jena auf. 1838 wechselt er nach Heidelberg, promovierte zum Dr. jur. und ließ sich ein Jahr später als Advokat in Hamburg nieder. Von 1842 bis 1848 war er Redakteur der „Neuen Hamburger Blätter”.

Am 2. Februar 1846 trat Dreves anlässlich einer Reise nach Österreich in der Kapelle des päpstlichen Nuntius in Wien, Kardinal Michele Viale Prelà, zum katholischen Glauben über.

Im selben Jahr erhielt Lebrecht Dreves eine Notariatsstelle in Hamburg, die er bis 1861 bekleidete. 1853 heiratete er Marie Salmin. Sie hatten drei Kinder, darunter einen Sohn, Guido Maria, der Geistlicher und ebenfalls ein bekannter von Kirchenliedern wurde. 1862 ließ sich Lebrecht Dreves im vorarlbergischen Feldkirch nieder, wo er 1870 nach langer Krankheit starb.

Adelbert von Chamisso und Friedrich Rückert zählten zu seinen Vorbildern. Es war aber insbesondere Eichendorff, mit dem er auch befreundet war, der Lebrecht Dreves dazu antrieb, 1837 erste Gedichte zu veröffentlichen. Ab 1843 schrieb er politische Lieder im Geist des , die er anonym unter dem Titel “” erscheinen ließ.

Nach seiner Konversion zum katholischen Glauben entstanden auch zahlreiche geistliche Lieder sowie Nachdichtungen lateinischer Hymnen. Mehrere seiner Lieder wurden von Achille Millien ins Französische übersetzt. Lebrecht Dreves übersetzte seinerseits Hymnen und Schriften aus dem Kirchenlatein, hatte aber auch Rohübersetzungen der Lyrik H. C. Andersens aus der Feder von Heinrich Zeise in dichterische Form gebracht.

Zu Lebrecht Dreves bekanntesten Werken gehört das Lied “Freiheitsbüchlein” (“Sah ein Fürst ein Büchlein stehen …”) aus den Liedern eines Hanseaten, das als Parodie auf die vormärzliche Zensurverhältnisse nach der Melodie von Goethes Heideröslein gesungen wurde.