Ludwig Friedrich Seyffardt Gute Nacht, du mein herziges Kind

  All Abend, bevor ich zur Ruhe geh,
  Blick ich hinaus in die Nacht,
  Und wenn ich ein helles Sternlein dann seh,
  Das leuchtend am Himmel wacht:

5 Dann denk ich an deine blauen Äugelein,
  Die klar wie die Sterne wohl sind,
  Und ich rufe aus der Ferne dann:
  Gute Nacht, du mein herziges Kind!

  Und wenn am Himmel die Sternlein nicht stehn,
10 Kein einz'ges freundlich mir lacht,
  Wenn dort oben düster die Wolken gehn,
  Und dunkel und trübe die Nacht,

  Dann denk ich an deine Locken,
  Die schwarz, ja schwarz wie die Nacht wohl sind,
15 Und ich rufe aus der Ferne dann:
  Gute Nacht, du mein herziges Kind!

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