Ludwig Uhland Die Kapelle (1805)
Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab.
Drunten singt bei Wies und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab.
5 Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.
Droben bringt man sie zu Grabe,
10 Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.
Bibliographische Daten
Autor:
Ludwig Uhland (1787-1862)
Titel:
Die Kapelle
Gedichtanfang:
Droben stehet die Kapelle, …
Jahr:
1805
Epoche:
Hochromantik
Artikel Ludwig Uhland im Lyrik123.de-Autorenlexikon.
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