Dichter

Novalis

Novalis gilt als der bedeutendste der und war bei den Schriftstellern seiner Zeit hoch geachtet.

Novalis (eigentlich Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg) wurde am 2. Mai 1772 auf Gut Oberwiederstedt geboren. Er erhielt früh eine vielseitige Bildung, sowohl in poetischer wie auch naturwissenschaftlicher und philosophischer Richtung. Er wurde zunächst von Hauslehrern unterrichtet und begann, nach dem Besuch des Gymnasiums in Eisleben, ein Jurastudium in Jena, Leipzig und Wittenberg. Er besuchte in dieser Zeit philosophische und historische Vorlesungen, unter anderem bei Friedrich Schiller.
Nach dem juristischen Examen 1794 arbeitete Novalis zunächst als Schreiber und später als Assessor der Salinendirektion Weißenfels. Er verliebte sich in die erst 12-jährige Sophie von Kuehn; ihr früher Tod mit 15 Jahren im März 1797 prägte ihn stark.

Zu Novalis’ größten Werken zählen sein Gedichtzyklus “” – er gilt als bedeutendste Dichtung der Frühromantik – und sein großer Roman “”, der das romantische Leitmotiv der “Blauen Blume” entstehen ließ.
Ganz im Sinne der Familientradition begann Novalis 1797 ein Studium der Berkwerkskunde an der Bergakademie in Freiberg, eine erste Adresse für naturwissenschaftliche Ausbildung.
Begegnungen mit anderen Dichtern wie Johann Wolfgang von Goethe und Johann Gottfried Herder ergaben sich; freundschaftlich verbunden war er mit Ludwig Tieck, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, den Brüdern Friedrich und August Wilhelm Schlegel sowie Friedrich Schiller. Seine Studien der Wissenschaftslehre des großen Pilosophen Johann Gottlieb Fichte hatte großen Einfluss auf seine literaischen Arbeiten.
1800 wurde Novalis zum Amtshauptmann für den Thüringischen Kreis (dies entspricht etwa dem heutigen Landrat) ernannt. Wegen fortschreitender Lungenkrankheit konnt er das Amt aber nicht mehr antreten. Der umtriebige Dichter und Wissenschaftler starb am 25. März 1801 in Weißenfels im Alter von achtundzwanzig Jahren.