Rainer Maria Rilke Eingang (1902)

  Wer du auch seist: am Abend tritt hinaus
  aus deiner Stube, drin du alles weißt;
  als letztes vor der Ferne liegt dein Haus:
  wer du auch seist.
5 Mit deinen Augen, welche müde kaum
  von der verbrauchten Schwelle sich befrein,
  hebst du ganz langsam einen schwarzen Baum
  und stellst ihn vor den Himmel: schlank, allein.
  Und hast die Welt gemacht. Und sie ist groß
10 und wie ein Wort, das noch im Schweigen reift.
  Und wie dein Wille ihren Sinn begreift.
  lassen sie deine Augen zärtlich los . . .

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