Dichter

Rudolf Baumbach

Rudolf Baumbach

Rudolf

Rudolf Baumbach dichtete und lebte nach dem Motto der Einfachheit und Natürlichkeit. In einer Zeit, in der Liebesbeziehungen durch finanzielle Mittel bestimmt wurden, verarbeitete er seine enttäuschten Liebes- und Lebenserfahrungen beim Schreiben zahlreicher frecher und romantischer Gedichte, Novellen und Märchen.

Rudolf Baumbach (* 28. September 1840 in Kranichfeld; † 21. September 1905 in Meiningen; Pseudonym Paul Bach) war ein deutscher .

Baumbach besuchte das Gymnasium Bernhardinum in Meiningen. Nach seinem Abschluss studierte er Naturwissenschaften an verschiedenen Universitäten. Während seiner Zeit als Student verfasste Baumbach einige Gelegenheitsgedichte und Lieder. Im Jahr 1864 machte Rudolf Baumbach seinen Abschluss und begann am Botanischen Institut in Freiburg im Breisgau als Assistent zu arbeiten.

Um Geld zu verdienen, arbeitete er als Hauslehrer ohne feste Anstellung in Wien, Brünn und Graz. Zu der Tochter eines Arbeitgebers hatte Rudolf Baumbach seine erste und einzige Liebesbeziehung. Da beide über nicht all zu große finanzielle Mittel verfügten, konnte es zu keiner festen Beziehung kommen. Baumbachs Enttäuschung darüber spiegelt sich in vielen Werken des Dichters wider. Er beendete die Beziehung und auch sein Arbeitsverhältnis und begann als Hauslehrer in Triest zu arbeiten.

Im Jahre 1873 trat er in Triest dem Alpenverein bei, der sich mit der Pflanzenwelt der Alpen beschäftigte. So konnte er sich endlich wieder seiner größten Leidenschaft widmen, der . Der Verein brachte die Zeitung “Enzian” heraus, deren Redaktion Rudolf Baumbach übernahm und für die er einige Texte verfasste. Darüber entwickelte er sich zum Schriftsteller.

Der Erfolg seiner Schriften brachte Rudolf Baumbach finanzielle Unabhängigkeit.

Nach einem schweren Schlaganfall 1895 konnte Baumbach aufgrund der dadurch entstandenen Lähmung keine Texte mehr verfassen.

Baumbachs literarisches Schaffen begann mit der Gestaltung von Bierzeitungen und der Dichtung von Kneipliedern. Die Alpensage „“, ein schlichtes Versepos, bezeugt seine Nähe zur Natur und zu den Menschen Sloweniens. Sie brachte Rudolf Baumbach 1878 den Durchbruch. Neben „“ erreichte der biedermeierlich-behäbige Kleinstadt-Roman „“ die höchste Auflagenzahl.

Mit Gedichtbänden wie „Lieder eines fahrenden Gesellen“ und „Spielmannslieder“ begeisterte er zahlreiche Leser. Das von vertonte Gedicht “Die Lindenwirtin” (“Keinen Tropfen im Becher mehr”), durch eine Zusatzstrophe auf Aennchen Schumacher in Bad Godesberg bezogen, wurde zu einem vielgesungenen Kommerslied.